Als der Handelskrieg die kritischen Materialien stärker in den Griff bekam, brach ein leiser Sturm über die Industrie herein, die auf Seltenerdmagnete angewiesen ist. Ein Hersteller von Präzisionsbauteilen, der sich lange Zeit auf importierte Fertigmagnete verlassen hatte, fand sich plötzlich ohne Nachschub wieder. Keine Lieferungen. Keine Alternativen. Die Kundenbestellungen stapelten sich und es gab keine Möglichkeit, sie zu erfüllen.
Dies ist die Geschichte, wie dieses Unternehmen seinen Ansatz geändert hat - vom abhängigen Importeur zum internen Verarbeiter - indem es verstanden hat, wie Magnete wirklich hergestellt werden und wie man sie richtig schneidet.
Warum Seltenerdmagnete schwer zu beschaffen sind
Seltenerdmagnete wie NdFeB (Neodym-Eisen-Bor) sind unverzichtbar in:
- Motoren und Generatoren (insbesondere für EVs und Drohnen)
- Medizinische Bildgebungssysteme
- Industrielle Sensoren
- Luft- und Raumfahrt und Verteidigungstechnologien
Doch in den letzten Jahren haben geopolitische Spannungen den Zugang zu fertigen Magneten unberechenbar gemacht. Exportbeschränkungen, Zölle und Kontingentierungen trieben die Kosten in die Höhe und die Vorlaufzeiten in die Höhe.
Unternehmen, die früher einfach magnetische Teile bei ausländischen Lieferanten bestellten, mussten sich plötzlich Gedanken machen: "Können wir diese selbst verarbeiten?"
Wie Dauermagnete wirklich hergestellt werden
Die meisten Ingenieure verstehen Magnete erst, wenn sie magnetisch sind. Aber die eigentliche Magie passiert schon vorher.
Hier der vereinfachte Weg vom Rohmaterial zum fertigen Seltenerdmagneten:
- Rohmaterialmischung
Elemente wie Neodym, Eisen und Bor werden geschmolzen und zu einer Legierung gegossen. - Zerkleinern und Mahlen
Die Legierung wird in inerter Atmosphäre zu feinem Pulver (normalerweise 3-5μm) gemahlen, um Oxidation zu verhindern. - In Form pressen
Das Pulver wird unter Magnetfeldern in grüne Presslinge gepresst, um die Körner auszurichten. - Vakuum-Sintern und Wärmebehandlung
Die Presslinge werden bei ~1000°C gesintert und anschließend gealtert, um die magnetischen Eigenschaften zu verbessern. - Präzisionsschneiden
Gesinterte Blöcke werden in exakte Größen oder komplexe Formen geschnitten - in der Regel noch unmagnetisiert. - Oberflächenbeschichtung
Da NdFeB korrosionsanfällig ist, werden die Oberflächen mit Ni-Cu-Ni beschichtet oder mit Epoxid beschichtet. - Endgültige Magnetisierung
Die geformten Teile werden starken Magnetfeldern ausgesetzt - dann werden sie zu Magneten.
Bis zum letzten Schritt sind sie nur harte, spröde Keramik. Und hier kommt das Schneiden ins Spiel.
Seltene Erdmagnete zu schneiden ist nicht einfach

Das Unternehmen versuchte es zunächst mit Bandsägen und Schleifscheiben, um Sinterblöcke zu schneiden. Das Ergebnis?
- Abplatzungen an den Rändern
- Unebene Oberflächen
- Staub überall, auch bei lokaler Absaugung
- Bedenken hinsichtlich der Sicherheit des Bedieners
Sie verbrauchten die Klingen und das Altmaterial schneller, als sie brauchbare Teile herstellen konnten. Und dann haben sie uns gefunden.
Wie Diamantseilsägen alles veränderten
Unter Anleitung des Vimfun-Teams testete das Unternehmen unsere SG20 und SGI20 Modelle. Diese Maschinen verwenden eine Endlosschleife aus feinem Diamantdraht (0,3 mm), um harte, spröde Materialien wie gesintertes NdFeB schonend zu schneiden.
Innerhalb weniger Wochen nach dem Wechsel sahen sie:
- 70% Reduzierung von Ausbrüchen und Materialverlusten
- 50% kürzere Nachbearbeitungszeit (weniger Polieren erforderlich)
- Geschulte Bediener und Schneiden innerhalb einer einzigen Schicht
Video: NdFeB-Blockschneiden mit SG20 - saubere Kanten, schneller Zyklus
Sie waren nicht mehr auf importierte Teile angewiesen. Sie wurden zum Lieferanten.
Warum es funktioniert
Vorteile des Diamantdrahtsägens für Magnete
- Schnelle Schnittgeschwindigkeit ohne aggressiven Kontakt
- Hochwertige Oberfläche minimales Schleifen erforderlich
- Dünne Schnittfuge (~0,35 mm) spart teures Material
- Nassschneiden = staubarmSicherer für Menschen und Reinräume
- Einfache Einrichtung und Bedienung-kein Schärfen der Werkzeuge, keine Funkenbildung
Und da das Material nicht magnetisiert beim Schneidengibt es kein Problem mit magnetischen Interferenzen.
Als die politischen Veränderungen die Tür für importierte Seltenerdmagnete schlossen, öffnete dieses Unternehmen eine andere - die eigene Produktion. Sie wurden nicht über Nacht zu Experten, aber mit der richtigen Ausrüstung und etwas Anleitung verwandelten sie das Risiko in eine Chance.